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Donnerstag, 27. August 2015

MS Dockville 2015 - Der Nachbericht

Einen Nachbericht zu einem Festival zu schreiben ist immereine schmerzliche Angelegenheit. Der Alltag hat einen wieder eingeholt und manmöchte sich am liebsten gar nicht daran erinnern, wie schön doch die letzten Tage waren. Beim diesjährigen MS Dockville Festival fällt mir dies besonders schwer. Dieses Jahr hat wirklich vieles zusammengepasst. Line-Up, Organisation und Wetter haben perfekt zusammengespielt und so ein wirklich einzigartiges Festivalereignis geliefert. Für alle, die mit uns in Erinnerung schwelgen wollen, oder dieses Jahr leider nicht dabei sein konnten, folgt nun unser Nachbericht.

Freitag:

Das MS Dockville startete dieses Jahr für uns um 15:20 beim Vorschot mit Golf. Die junge, vierköpfige Band haben wir euch schon häufiger auf unserem Blog vorgestellt und nun konnten wir sie endlich auch einmal Live sehen. Der Auftritt bestätigte uns noch einmal, dass wir es hier mit einem der spannendsten deutschen Indie-Newcomer zu tun haben. Wir freuen uns schon auf das erste Album der Kölner. Einen Releasetermin gibt es leider noch nicht. Allzu lange sollte Golf allerdings nicht mehr warten, befindet sich deutschsprachige Musik doch momentan auf einem populären Höhepunkt. Besonders die leichte Ähnlichkeitzu Bilderbuch könnte den Musikern jetzt einen ordentlichen Schub verleihen.


Nach Golf ging es dann gleich rüber zur Hauptbühne zu Darwin Deez und seiner Band. Mit auffällig unauffälligem Look (Die berühmten Korkenzieher-Locken wurden durch eine Cap versteckt) präsentierte Deez dieses Mal hauptsächlich alte Songs. Highlights der Show waren aber auch weniger seine Songs, sondern eher die unglaublich sympathischen Tanzeinlagen, die er und seine Band zwischen den Tracks performt haben.
Den Rest des Tages haben wir dann die meiste Zeit vor dem Maschinenraum (der dritt größten Bühne) verbracht. Dort spielte dann auch das erste Highlight dieses Festivals. Sylvan Esso haben ihrem momentanen Hype alle Ehre gemacht und kräftig zum Tanzen aufgefordert. Die Band war selbst etwas von ihrer Wirkung auf das Publikum überrascht, da sie begeistert davon sprachen, dass sie hier den ersten Moshpit miterleben durften. Amelia und Nick, so die Namen der beiden Bandmitglieder, sind aber auch zwei grundsympathische Menschen. Neben Hits wie Hey Mami und H.S.K.T haben die beiden auch einigeneue Hits präsentiert. Diese haben ordentlich reingehauen und lassen auf mehr hoffen. Neben Odesza, auf die ich später noch kommen werde, auf jeden Fall der beste Act des ersten Tages und mit einer des ganzen Festivals.
Das anschließende Konzert von Son Lux konnte vor allem durch die musikalische Raffinesse der einzelnen Songs überzeugen. Man merkt, dass sich hinter Son Lux drei wahre Vollblutmusiker verstecken, die etwas von ihrem Fach verstehen. Die Songs kommen facettenreich und komplex daher und zeigen, dass man zwischen den vielen Indie-Electro-Bands, die es heutzutage gibt, immer noch herausstechen kann. Einzig und allein der Zeitpunkt des Konzerts war etwas ungünstig gewählt. Nach Sylvan Esso hatte man einfach nur noch Bock zu tanzen und da haben die sphärisch-ruhigen Klänge einen etwas hinuntergezogen.
Beendet haben wir den Freitag mit Odesza. Auch diese Band oder eher Electro-Duo hat ganz sicher noch eine rosige Zukunft vor sich und wird sich nächstes Jahr sicherlich auf größeren Bühnen wieder finden. Zurecht! Odesza finden die perfekte Mischung zwischen Club und Live-Music und überzeugen vorallem durch ihre Remixqualitäten, die sich auch bei ihrem Remix zu Hayden James Hit Something about you zeigen. Einwundervoll tanzbarer Abschluss.

Samstag:

Samstag leider verpasst, aber durch Erfahrungen anderer anwesender Blogger und Journalisten entdeckt, haben wir Parcels. Die Jungs machen coolen, funkigen Pop, der ein wenig an Jungle erinnert und sollten von euch schnellstmöglich angehört werden. Kleiner Tipp am Rande!
Neben beeindruckenden Konzerten und wieder ausreichend Sonne, hielt der Samstag allerdings auch die einzige kleine Enttäuschung parat. Little Dragon haben leider eine ziemlich langweilige und eintönige Show abgeliefert, die mich anlässlich meiner hohen Erwartungen, enttäuscht hat. Besonders ihre sonst so spannenden Hits wie Klapp Klapp oder Pretty Girls wirkten Live vorgetragen eher einfallslos. Schade.
Friska Viljor waren sympathisch wie eh und je. Auch wenn sie seit Jahren meist dieselben Lieder präsentieren, bilden die Skandinavier doch immer wieder eine Konstante der guten Laune im Festivalalltag. Die Musik macht einfach glücklich. Da singt man auch noch beim zehnten Mal lauthals bei Shotgun Sister mit.
Auch Roosevelt überzeugte wie gewohnt und beglückte das Publikum mit ein paar neuen Songs und einem Gastauftritt von Trümmer Frontmann Paul Pötsch. Langsam wird es auch mal Zeit, dass der Wahlkölner sein Debütalbum veröffentlicht, liegt das Erscheinen seiner letzten EP doch schon geschlagene zwei Jahre zurück.
Highlight des zweiten Tages war dann definitiv der Auftritt von Romano, der auch am Sonntag noch in aller Munde war. Der Köpenicker Goldjunge weiß sich einfach zu verkaufen und hat das Publikum schon nach wenigen Sekunden in seinen Bann gezogen. Der selbstbetitelte Schöne General haute einen fetten Track nach dem anderen raus. Als der Rapper dann noch seine Metalkutte rausholte, war alles verlorenund das Publikum tanzte sich in vollkommene Ektase. Doch auch der Mann hinterdem DJ-Pult (kein geringerer als Anton K. Feist von Bodi Bill und The/Das) sollte für diesen Auftritt sein Lob bekommen. Die Beats waren echt erstklassig. Geflashed von Romano haben wir uns noch einen leckeren Lakritzschnaps gegönnt und die restliche Zeit bei King Kong Kicks getanzt. Immer wieder gut!

Sonntag:

Die letzten beiden Tage noch in den Knochen haben wir am Sonntag zunächst das Konzert des verrückten Genius der Elektroszene Dan Deacon besucht. Dieser hatte malwieder ein paar besondere Aufgaben für das Publikum dabei, die seine Konzerte immer wieder einmalig machen. Highlight hier war auf jeden Fall die „Wall of Life“ bei der sich jeder im Publikum gegenseitig ein High-Five geben musste.
Nach einem sehr skurrilen Konzert von Young Fathers, die wie eine abgefahrene Variante einer New Wave-Boyband aussehen, ging es wieder einmal zum Maschinenraum. Dieses Mal bat Sekuoia vor die Bühne. Unglaublich cooler, tanzbarer Electro-Pop. Die Dänen sind ein weiteres Highlight dieses Festivalsund kommen auf jeden Fall auf unsere Liste der zurzeit spannendsten Newcomer. Vor dem großen Finale mit José González ging es erstmal noch eine Runde bei der Klüse raven. Av Av Av (ausgesprochen Au Au Au) haben dem Publikum ordentlich eingeheizt und sollten bei eurer nächsten Vortrink-Playlistauf keinen Fall fehlen!
Zu Ende ging dann alles mit José González. José brachte dann auch bei mir die romantische Seite hervor und ließ mich die eine oder andere Träne unterdrücken. Dann ist es auch egal, dass sich viele Songs ähneln. José hats drauf!
Ja und das war es nun. Nach 9 Jahren ist aus dem zu Beginn noch kleinen Festival eine riesige Veranstaltung geworden, die sich nach und nach in die oberste Riege der deutschen Festivals einreiht. Ein Trend mit dem natürlich auch einem gewissen Charmeverlust einhergeht. Allerdings erinnern noch genügend „Artefakte“ wie das Butterland oder das Nest an die Anfänge des MS Dockvilles und auch die künstlerischen Installationen die jedes Jahr aufs Neue für das MS Artville aufgebaut werden, halten den einmaligen DIY-Charakter des Festivals am Leben. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wo das MS Dockville Festival zum 10. Mal stattfinden wird. Einen Termin gibt es übrigens auch schon. Das Festival findet 2016 vom 19-21. August statt.

Mehr Bilder vom Festival gibts hier.




MS Dockville - Wilhelmsburg (21.08.-23-08.2015)

Mittwoch, 19. August 2015

Woman - Der geheimste Geheimtipp



An Tag 3 unserer MS Dockville Vorstellrunde wollen wir euch die Band Woman näher bringen. Die Kölner haben zwar gerade mal zwei Songs auf ihrer Soundcloud-Seite hochgeladen, durften in ihrer Heimatstadt aber schon unter anderen mit Jungle, Roosevelt und Von Spar auf der Bühne stehen.  Am kommenden Wochenende stehen sie nun das erste Mal in Hamburg auf der Bühne und wollen uns mit ihrem Gemisch aus Elektro und Funk in ihrem Bann ziehen. Vor allem Psychedelic Lover zeigt die ganze Qualität der Kölner Band. Aber hört am besten selbst:



Sonst gibt die Band leider noch nicht allzu viel von sich Preis und genau deswegen solltet ihr euch die Band auf dem MS Dockville nicht entgehen lassen. Denn wann kann man schon mal mit WHATEVERYOULIKE auf einem Wissensniveau sein. Ja ihr seht also welche Ehre euch zu Teil werden könnte.
Woman spielen am Sonntag um 15:10

Montag, 17. August 2015

MS Dockville 2015

Foto von Hinrich Carstensen

Die letzten Umbauarbeiten auf dem Gelände werden gerade abgeschlossen und Freitag startet endlich wieder ein Wochenende voller Kunst, Musik und netter Menschen. Das MS Dockville öffnet zum neunten Mal seine Pforten.
Wenn die Rede von Festivals in und um Hamburg ist, ist ein Name inzwischen schon nicht mehr wegzudenken. Das früher dem Indie und Indierock verschriebene Festival, hat sich in den letzten Jahren verändert. Es ist gewachsen und hat neue Freunde gewonnen. Inzwischen strotzt das Line-Up vor IDM und Techno Künstlern. Die Indiegrößen sind nur noch vereinzelt zu finden und genau das ist es, was das MS Dockville ausmacht. Das Team schafft es mit der Zeit zu gehen, sie in Sachen Geschmack meistens zu überholen und dennoch den eigenen Stil zu bewahren. Was dieses Jahr noch ein weißer Fleck auf der persönlichen Musikerlandkarte ist, entpuppt sich häufig im folgenden Jahr als das nächste "große Ding". Hier lohnt sich das genaue Durchhören der aufgefahrenen Musikeransammlung also doppelt, denn das MS Dockville ist seit jeher einer der lokalen Hypegeneratoren.

Auch dieses Jahr hinterlässt der Blick auf den Timetable zunächst eine Menge Fragezeichen in den Augen und Gehörgängen, doch auch ein paar große Namen und alte Bekannte sind zu entdecken.
Da die Majorität die oberen Acts bestimmt kennt, befassen wir uns in den nächsten Tagen eher mit den noch unbekannteren, aber nicht weniger aufregenden Bands und Künstlern.

Das MS Dockville beginnt ganz offiziell am Freitag um 15 Uhr, aber wer mag kann schon am Donnerstag anreisen und das Zelt in Position bringen und sich im Nest oder im Butterland ein wenig eingrooven und die müden Beine aufwärmen.
Wer noch keine Eintrittskarte sein Eigen nennen kann sollte sich schnell in den nächstgelegen Ticketshop bemühen und investieren. Es wird sich lohnen.

An dieser Stelle ein Dank an Hinrich Carstensen, dass wir sein Foto verwenden durften. Auf seiner Seite gibt es noch mehr großartige Bilder vom MS Dockville 2014


Hier noch einmal das komplette Line-Up im Überblick:

INTERPOL (USA) | CARIBOU (CAN) | TOM ODELL (UK) | JOSE GONZALEZ (SWE) | BOYS NOIZE | DJANGO DJANGO (UK) | FOUR TET (UK) | PRINZ PI | ANNENMAYKANTEREIT | DIE ORSONS | FM BELFAST (ISL) | FRISKA VILJOR (SWE) | LITTLE DRAGON (SWE) | ALLE FARBEN (DJ SET) | SIZARR | ROOSEVELT | ODESZA (USA) | DARWIN DEEZ (USA) | ASGEIR (ISL) | BEAR'S DEN (UK) | HVOB (live) | LEXER | SYLVAN ESSO (USA) | ANTILOPEN GANG | ZUGEZOGEN MASKULIN | ERRDEKA | SON LUX (USA) | TALISCO (FR) | YOUNG FATHERS (GB) | THE AVENER (FR) | RØDHÅD | RECONDITE | NICONÉ & SASCHA BRAEMER | STWO (FR) | BLOMQVIST (live) | CHRISTIAN LÖFFLER (LIVE) | RANGLEKLODS (DK) | ROMANO | DAN DEACON (USA) | HAUSCHKA | SHURA | (UK) DIE VÖGEL | BENJAMIN BOOKER (USA) | VAULTS (UK) | ALL WE ARE (UK) | HÆLOS (UK) | SUFF DADDY | FATONI SYLABIL | SPILL FINDUS | DANIEL BORTZ | FELIX JAEHN | JONAS MANTEY | FJAAK (live) | EGOKIND & OZEAN (live) | HAYDEN JAMES (AUS) | KLANGTHERAPEUTEN | NIKLAS IBACH | ANDREAS MOE (SWE) | OUGHT (CAN) | JONAH | POOL | WARM GRAVES | TROPICS (UK) | FORT ROMEAU (UK) | SEKUOIA (DK) | KLAUS JOHANN GROBE (CH) | PARCELS (AUS) | WOMAN | HUBBABUBBAKLUBB (NOR) | DRAUF UND DRAN | THE GLITZ | DAVE DK | DOUGLAS GREED | FEAST. | RSS DISCO | DINNERDATE | NOD ONES HEAD | SAINT WKND | INTO LALA | GOLF | POWEL | YUKO YUKO (NL) | SVÄVA (NL) | JACK THE HUSTLER (FIN) | TRASHLAGOON (live) | WEISSER RABE | LIEBEMACHEN | OCCUPANTHER | AV AV AV (DK) | LUKA | HADE | ENNIO | DAVIDÉ | MIS-SHAPES | KING KONG KICKS | SARAH & JULIAN | PECCO BILLO | STEFFEN BENNEMANN | KONRAD WEHRMEISTER | TISCHDISCO | MARC „DIRTY“ DEAL | BANDULERA | BENET RIX | SPECKMANN (BEYKIN) | CHEZ MIEKE | JOHANNES RAUM | SAMPLEMIND | DIMO KYRMANIDIS | MISANTHROP | CARSTEN STÄCKER | GERALD STEYR | DER MO | OSKAR | SPOCHT | SLIM CHARLES | HABITAT | USUS | KUNO | GIACOMO (IT) | GRAPES | DJ.O | FJÖRN & BRANZ | THE LAST THINGS | DER BÜRGERMEISTER DER NACHT | SHERLOCK DOPE

Dienstag, 28. Juli 2015

SPEKTRUM FESTIVAL 2015


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Während das MS Dockville inzwischen wohl auch über Hamburgs Grenzen hinaus kein wirklicher Geheimtipp mehr ist - was es allerdings nicht weniger großartig macht - ist für viele das Eintagesfestival Spektrum wahrscheinlich noch kein Begriff.
Unter dem Motto "Spektrum - Momentaufnahme Beatkultur" präsentieren die Veranstalter dieses Jahr zum vierten Mal ein prall gefülltes und Genregrenzen überschreitendes Line-Up, gespickt mit Perlen vom deutschsprachigen Rap-Duo bis hin zum IDM Künstler mit einem Hang zu versch(r)obenen Beatmustern.
Trotz der Vielfalt was die Künstler angeht, scheinen die Headliner wohl festzustehen. K.I.Z. werden ordentlich vom neuen Album präsentieren, hoffentlich aber auch noch ihre alten Hits zum besten geben. Neben dem Trio infernale, geben sich auch noch alte bekannte die Ehre. Chefket war nicht nur letztes Jahr Gast auf dem Spektrum sondern, genau wie Gold Roger, auch gerade erst vor knapp zwei Monaten auf dem lunatic in Lüneburg.
Wo noch im letzten Jahr SSIO mit seinem Proll-Drogen-Rap das Publikum über Methoden des Cannabis Vertriebs belehrte, wird am Samstag Schwester Ewa Einblick ins älteste Gewerbe der Welt geben.
Auf insgesamt drei Bühnen kann am Samstag ausgiebig auf dem MS Dockville Gelände mitgenickt und geraved werden, während nebenan die Freunde der seichteren elektronischeren Musik auf dem Vogelball den Luxus der Anonymität hinter Vogelmasken genießen können. Neben dem Zelt in dem die bereits aufgezählten Rapper die "Flows kicken" werden, werden im Maschinenraum neben der UK Rapperin und bald Autorin Kate Tempest vor allem Audio88 & Yassin den ganz normalen Samt auslegen.
Wer sich eher auf dem Melt! als auf dem Splash Zuhause fühlt, kann seine Tanzwut auf der Red Bull Music Acedemy Stage raus lassen. IDM mit Samplecharakter und souligen Vocals wird hier am frühen Abend von Lapalux geboten. Mein persönlicher Höhepunkt beginnt allerdings erst um kurz nach 12. Mumdance, der dieses Jahr zusammen mit Logos das Album Proto veröffentlicht hat, schafft es trotz seines jungen Alters authentischen 90er Industrial-Techno zu basteln, der einen gedanklich in die ranzigsten und fertigsten Undergroundclubs Englands zieht.
Um euch die persönliche Line-Up-Abstimmung zu erleichtern, haben wir euch eine kleine Spektrum-Youtube-Playlist zusammengestellt, die alle Künstler beinhaltet. Viel Spaß beim schauen und staunen!

Das Spektrum findet am 01.08 ab ca. 14Uhr auf dem MS Dockville Gelände in Hamburg Willhelmsburg statt.




Hier nochmal das komplette Line-Up auf einen Blick:

Line-Up 2015 (Main Stage & Zelt):
K.I.Z. | SIRIUSMODESELEKTOR | SCHWESTA EWA | DOPE D.O.D. [NL] | KATE TEMPEST (UK) | COELY (BE) | AUDIO88&YASSIN | CHEFKET | MC BOMBER | 3PLUSSS & SORGENKIND | DÖLL & MÄDNESS | LUK&FIL + TUFU | REMI [AUS] | SLOWY & 12VINCE | GOLD ROGER & JOHNNY RAKETE | VEEDEL KAZTRO | ECKE PRENZ

Red Bull Music Academy Stage:
LAPALUX (UK) | ANDY STOTT [UK] | ROBOT KOCH | MUMDANCE [UK] | THROWING SNOW [UK] | ADDA KALEH [RO] | SWEDE:ART | RJ

Samstag, 6. Juni 2015

lunatic Festival 2015 // Tag 2 Indie

Nach wenig Schlaf und einer ewig vorkommenden Zugfahrt stand ich heute pünktlich um 14Uhr wieder vor der Matte des lunatic Festivalgeländes. Nachdem ich mir gestern die volle Dröhnung HipHop gegönnt habe, freute ich mich darauf heute endlich zum guten alten Indie zurückzukehren, der doch eher meine Heimat ist. Schön wars! Sogar sehr schön. Und warum das so ist, erfahrt ihr jetzt in meinem Tagesbericht.
Das Festival begonnen habe ich heute mit Helgen. Die drei Jungs aus Hamburg liefern entspannten Deutschpop, welchen wir euch schon des Öfteren vorgestellt haben. Voller Vorfreude erwartete ich die Band heute auf der Bühne und sie haben mich nicht im Stich gelassen. Die Stimme des Frontsängers Helge klingt genauso gut wie auf der EP und auch sonst nehmen Helgens Songs live noch einiges an Fahrt auf. Denn was auf der EP kaum zu erkennen ist, ist das Helge ein ziemlich guter Gitarrist ist. So wirft er ab und zu Soli in den Raum, die die Songs wunderbar aufheitern und ihnen eine rockige Note verleihen, die so auf den aufgenommenen Fassungen nicht zu hören ist. Ich habe übrigens noch ein kleines Interview mit den drei Musikern geführt, welches ich euch selbstverständlich in den nächsten Tagen nachreichen werde.
Nach Helgen stand Bergfilm auf dem Programm. Die Indietruppe haben wir schon als Vorgruppe von This Void sehen können. Bergfilm sind eine richtige Festivalband. Auf ein Konzert von ihnen würde ich nicht gehen, doch auf einem Festival schaue ich sie mir gerne an. Die Songs haben alle einen coolen Sound, bleiben allerdings nicht wirklich im Ohr. Ausnahme ist ihre Single Child, welche wirklich Hitpotenzial hat.
Kommen wir nun zu meinem Highlight des Tages: Intergalactic Lovers.
Ganz ohne Vorkenntnisse der Band ging ich heute zur Bühne und wurde Song für Song mehr von ihnen begeistert. Frontsängerin Lara Chedraoui hat wirklich eine einzigartige Stimme, die sich perfekt in das Klangensemble der restlichen Band einfindet. Die Songs laden zum Tanzen ein, ohne dabei plump zu wirken. So muss Indiepop sein! Die Performance der Band und vor allem die super sympathischen Tanzeinlagen der Sängerin haben dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Kein Wunder das die Musiker in Belgien schon wahre Stars sind. Jetzt wird es Zeit, dass sie auch in Deutschland Fuß fassen.
Intergalactic Lovers – Unbedingt anhören.



Nach einem sympathischen aber nicht ganz überzeugenden Auftritt von Carnival Youth aus Lettland, wurde es dann Zeit für die Headliner des Lunatics: Balthazar. Die fünfköpfige Band stammt ebenfalls aus Belgien und hat vor wenigen Wochen ihr neues Album Thin Walls veröffentlicht. Mit instrumentaler Raffinesse haben die Belgier den Zuschauern das gegeben, was sie sich gewünscht haben. Ein würdiger Headliner. Als alle fünf Bandmitglieder zusammen im Chor sangen, gab es sogar ab und zu richtige Gänsehautmomente. Wie schwer es sein muss eine Band zusammenzustellen, in der jedes Bandmitglied singen kann.  Gelohnt hat sich der Aufwand auf jeden Fall!

Schnell einen Satz zu Herrenmagazin, die die Leere zwischen den Headlinern gefüllt haben. Cooler Deutschrock mit viel Herz, der zum Mitsingen einlädt!

Das letzte Konzert des Festivals kam dann von Rangleklods, die mit Moglebaum die wirklich einzige Electroband des Festivals war. Sie passten super in die späte Stunde und boten mit ihren sehr minimalistischen Beats und dem metallischen Sound eher ein Club- als ein Festivalfeeling. Ein besonderes Goodie war hier die
elektrische Klarinette/Melodika von Pernille, die echt abgefahrene Töne lieferte.  Endlich konnte auch mal die Lichtanlage zeigen, was in ihr steckt und richtig auffahren, nachdem es gestern Abend noch zu hell war.

Der heutige Tag konnte den gestrigen noch um einiges toppen und bot feinste Indieküche. Das war allerdings auch ein Unfairer Kampf da ich mit Indie einfach mehr anfangen kann.  Jetzt geht es ab in die Heia! 

Donnerstag, 4. Juni 2015

lunatic Festival 5.6.-6.6.

 Bis Weihnachten dauert es noch ein wenig, aber dass die eigentlich beste Saison des Jahres wieder angefangen hat, ist nicht mehr zu leugnen. Nachdem sich letztes Wochenende schon ordentlich auf dem Immergut ausgetobt werden konnte, geht es am Freitag mit dem lunatic Festival in Lüneburg weiter.
Das lunatic Festival ist ein Platz zum ausprobieren, für die Besucher, die Bands und die Veranstalter. Die Organisation wird ehrenamtlich von Studenten der Leuphana Uni in Lüneburg übernommen und dass das mehr als gut funktioniert, wurde nun schon zwölf Mal erfolgsreich unter Beweis gestellt.
Traditionsgemäß ist das Zwei-Tages-Festival aufgeteilt in Hip-Hop am Freitag und Indie, Elektro und alles was es noch zu hören gibt am Samstag.


Auch wir werden uns unter das Festivalvolk mischen und haben uns rauf und runter durch das Line-Up gehört. Hier eine Aufstellung unserer Favoriten:

Was muss man über Chefket eigentlich noch sagen. Spätestens seit seinem Feature mit Marteria für den Song Was Wir Sind im Sommer 2013 sollte Chefket auch bei jedem angekommen sein, der nicht dem 16Bars Kanal auf Youtube folgt. Gute Laune und doch immer wieder Fokus auf politische Themen. So verarbeitet der Rapper auf der Indentitäter EP seine Erfahrungen als Kind von Einwanderern in Deutschland. Trotzdem muss hier niemand überstilisierten Politrap fürchten, die Musik von Chefket ist auch immer wieder gut für ein Bier vor der Bühne.



Neben dem MC-DJ-Duo Retrogott & Hulk Hodn geben sich auf dem diesjährigen lunatic Festival auch Slowy & 12Vince die Ehre. Das Duo aus Hamburg präsentiert Oldschool Scratch Beats und durchdachte deutsche Texte, die an Rap der Nullerjahre erinnert. Immer schön an die Roots halten, trotzdem stete Innovation und Entwicklung. Die Beats bringt 12Vince, die Texte Slowy.



Gerade erst kam ihre erste EP raus und bei uns laufen ihre Songs auf Dauerrotation. Helgen machen Deutsch-Pop der coolen Sorte, bei dem man nicht vor Fremdscham im Boden versinken muss. Drei Jungs und die natürliche Aufarbeitung von vergangenen und aktuellen Beziehungen, sowie der Suche nach seinem Platz unter all den Anderen. Man kann also nur hoffen, dass die Gruppe aus Hamburg noch ein paar alte und neue Songs im Gepäck hat, das Wetter mitspielt und die leuchtend gelben Friesennerze im Koffer bleiben können.



Die Indie-Rocker von Balthazar gehören dieses Jahr eindeutig zu den etwas größeren Acts auf dem lunatic Festival. Die Belgier präsentieren Mitwippsound und Ohrwurmfutter, getragen von entspannten Gitarrenläufen und choralen Refrains. 2015 war und wird ein ereignisreiches Jahr für Balthazar, im März kam das neue Album Thin Walls, es folgte eine ausgiebige Europatour und jetzt geht es weiter in die Festivalsaison.



Neben diesen vier Bands gibt es natürlich noch einiges zu entdecken. Also los, los, los und hin da. Wir melden uns dann vom Festival.

Genetikk // Balthazar // Chefket // Carnival Youth // Rangleklods // Retrogott & Hulk Hodn // Intergalactic Lovers // Slowy & 12Vince // Herrenmagazin // Bergfilm // Tice // Helgen // AzudemSK // Berlin Syndrome // FensterPlatz // Moglebaum // Krahnstøver // Gold Roger // Consolers // Kota Connection

Donnerstag, 2. April 2015

lunatic Bandcontest 2015

Norddeutschland gilt seit jeher als einer der Kreativhochburgen Deutschlands, zwar ist man sich dessen in den weitesten Teilen des Landes noch nicht bewusst, Veranstaltungen wie der lunatic Bandcontest helfen allerdings dabei, dies endlich zu ändern.  Wir haben den Contest besucht und uns ein Bild von der Nachwuchsszene in Lüneburg gemacht. Das Erlebte folgt in schnellen Schritten.

Angetreten sind vier Bands, die sich alle in Stil und Präsentation unterschieden haben. Zunächst hatten die vier Jungs von Kota Connection die Chance ihr Talent zu beweisen. Trotz ihres jungen Alters haben Kota Connection ein unglaubliches Können an den Tag gelegt. Vor allem der Gitarrist hat immer wieder Soli gezaubert, die mich als ehemaligen Gitarrenschüler beschämt zu Boden schauen ließen. Da es am instrumentalen Können nicht mangelt, müssen die Jungs nur noch an ihrem Widererkennungswert werkeln und ihren eigenen Stil finden, dann steht einer rosigen Zukunft nichts mehr im Wege.  

Nachdem Kota Connection von der Bühne gingen und das Geschrei ihres weiblichen Fanclubs etwas abklang, wagte sich die nächste Band auf die Bühne. Donkey Shot lieferten soliden Rock ab und hatten mit ihrer weiblichen Sängerin eine interessante Note dabei. Das ich von der Band nicht allzu begeistert war, lag keineswegs an der Band selbst, sondern weil mich Rock schlicht und einfach nicht interessiert. Deswegen lasse ich in diesem Text die Wertung voll und ganz aus.
Nach Indie und Rock war als nächstes Singer-/Songwriter dran. Repräsentiert wurde das dritte Genre durch den Hamburger Torben Thietz. Als One-Man Show verzauberte er die Masse mit intelligenten und verspielten Songs. Als letztes kam dann AfroDev auf die Bühne. Der Rapper verwandelte das Publikum schnell in eine bouncende Masse. AfroDevs englischer Rap kam auf den trippig-deepen Beats perfekt zur Geltung und befrachtete einem vom kleinen Lüneburg in die New Yorker Bronx.
Verdient gewonnen haben am Ende die Jungs von Kota Connection, die aber auch den lautesten und größten Fanclub dabei hatten.

Am 17.04 ist das lunatic Team dann im Hamburger Molotow zu Gast. Weitere Infos folgen.

Donnerstag, 29. Januar 2015

Ackerfestival 2015 - Die ersten Bands haben bestätigt



Von überall regnet es neue Bestätigungen für die Festivals des kommenden Sommers. Letzten Sonntag hat auch das Ackerfestival (04.-05.09.2015) den ersten Schwall an Acts bekanntgegeben. Wem das Ackerfestival noch nichts sagt, der sollte sich unbedingt unseren Artikel vom letzten Jahr durchlesen. Das Ackerfestival findet offiziell seit 2006 in Kummerfeld, nahe Hamburg statt und gehört zu den kleineren Festivals des Landes. Musikalisch wird hier genreübergreifend so einiges geboten. Um diese Vielfalt auch dieses Jahr, übrigens feiert das Ackerfestival seinen zehnten Geburtstag, zu garantieren werden für euch nicht nur die großartigen Stoner-Rock Schweden von Truckfighters und die Post-Punk Band Messer, die letztes Jahr mit ihrem Debütalbum für Aufsehen im deutschsprachigen Musikraum sorgten in den Ring, bzw. auf die Bühne steigen. Weiterhin werden Dúné, Elektro-Pop und ebenfalls aus Schweden, Adam Angst und Daily Thompson ordentlich für Stimmung sorgen.
Klingt schon mal alles sehr vielversprechend. Wer das auch findet, sollte sich unbedingt ein Ticket unter den Nagel reißen. Die gibt es, quasi hinterher geworfen, für 25/35€, je nachdem ob mit oder ohne Camping.


Montag, 26. Januar 2015

MS Dockville Festival 2015 - Nächste Bestätigungswelle rollt an!



Seit gestern sind ganze 18 neue Acts zum bisherigen Line-Up des diesjährigen MS Dockville Festivals hinzugekommen und haben die bisherige Actanzahl auf 45 Acts hochgehoben. Mit dabei sind unter anderem José Gonzales, Little Dragon, Alle Farben und viele mehr. Diese Bestätigungswelle haben wir zum Anlass genommen, euch eine weitere Playlist zu erstellen. Diesmal mit unseren Favorites des bisherigen Dockville-Roosters.
Das MS Dockville Festival wächst von Jahr zu Jahr mehr und konnte diesmal sogar die Bandlegende Interpol für sich gewinnen. Doch was wäre das MS Dockville ohne vielversprechende Newcomer und auch davon hat das Hamburger Festival dieses Jahr wieder einige. Doch hört selbst in unserer MS Dockville 2015 Playlist.

Hier noch einmal das bisherige MS Dockville Festival 2015 Line-Up zusammengefasst.

Interpol || Caribou || Django Django || José Gonzalez || Prinz Pi || Annemaykantereit || Little Dragon || Friska Viljor || Alle Farben || Roosevelt || Lexer || Bear's Den || HVOB || Young Fathers || Hauschka || Rødhåd || Niconé & Sascha Braemer || STWO || Recondite || Son Lux ||
The Avener || Blomqvist || Shura || Jack Garratt || Felix Jaehn ||
Jonas Mantey || Egokind & Ozean || Klangtherapeuten || Sylabil Spill || Findus || Fjaak || Sekuoia || Klaus Johann Grobe || Hubbabubbaklub || Dinnerdate || Iamnobodi || Drauf Und Dran || Ought || Warm Graves ||
Nod Ones Head || Trashlagoon || Weisser Rabe || Luka || Hade ||
Fjörn & Branz ||
 

Samstag, 24. Januar 2015

lunatic Warm-Up No. 2


Heute noch nichts vor? Dann solltet ihr unbedingt einen Abstecher nach Lüneburg in den Salon Hansen wagen, denn da findet heute der zweite Teil der lunatic Warm-Up Parties statt. Stand letztes mal noch alles im Zeichen des Indies, werden heute die Hip-Hop-Liebhaber unter euch bedient. Live auftreten wird heute Abend die siebenköpfige Formation Pecco Billo. Diese Jungs pfeifen auf Turntables und Mixes und bringen alle ihre Beats live auf die Bühne.


Habt ihr danach immer noch Bock, dann könnt ihr euch auf das 4-Turntable-Set von DJ Direction und CRISH! freuen. DJ Direction hat uns schon auf dem Gig von Drunken Masters ordentlich eingeheizt und den beiden Großen ein wenig die Show gestohlen. Ihr könnt euch also auf einen fetten Abend freuen. Da bleibt nur noch zu sagen: Hin da!

Dienstag, 20. Januar 2015

MELT! Festival 2015 - Erste Acts bekannt gegeben


Wie ich euch heute Mittag schon versprochen habe, habe ich die letzten Stunden damit verbracht, die Acts der ersten Line-Up Welle mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Mal wieder finden sich neben Größen wie Alt-J, Sven Väth und Kylie Minogue(???) auch wieder eine Menge kleiner Perlen im Line-Up. Meine Highlights (außer Erlend  Øye der keinen Soundcloud-Channel besitzt) habe ich in einer Playlist gesammelt. Diesmal ist eine ganze Menge AufdieFresseElektro dabei, der Bock auf das Wochenende macht. Hier noch einmal alle Acts im Überblick:
Alan Fitzpatrick || Alt-J || Autechre || Bonobo (DJ-Set) || Cakes Da Killa || Cashmere Cat ||
Chris Liebing || Claptone (Live) || Clark || Dark Sky || David August || Dorian Concept ||
Element of Crime || Erlend Øye & The Rainbows || Evian Christ (Live) || Flume || Gorgio Moroder || Howling || Jon Hopkins (Live) || Kwabs || Kylie Minogue || La Roux || London Grammar || 
Marek Hemmann || Markus Kavka || Mathias Kaden (Live) || Modeselektor pres. Melt!Selektor || 
Nils Frahm || Nina Kraviz || Nozinja || Roni Size Reprazent || Rødhåd || Seinabo Sey || Shura || Siriusmode-Selektor || Sophie || Sven Väth || The Bug || Tocotronic || Tüsn || Von Spar || XXXY ||


Und nun endlich zur Playlist!


Donnerstag, 20. November 2014

Lunatic Warm-Up

Die kalte Jahreszeit ist nicht mehr aufzuhalten. Die Finger frieren wieder beim Fahradfahren ein und um 17 Uhr ist es dunkel genug, dass man eigentlich ins Bett gehen könnte. Das einzige, das einem bei klarem Verstand hält ist gute Musik und die Vorfreude auf den nächsten Sommer und Festivalsaison. Weil es aber bis dahin noch so verdammt lange hin ist, haben die Veranstalter des Lunatic Festivals in Lüneburg (5.-6. Juni 2015) was nettes für uns alle auf die Beine gestellt.
Diesen Samstag (22. November) findet im Salon Hansen das erste offizielle Lunatic Warm-Up des Jahres statt.
Aufgefahren wird ein schickes Bühnenprogramm, das den Zuschauer an die Hand nimmt und ihn oder sie von entspanntem Indie mit Electronica Einflüssen bis zu tanzbaren Sounds von den Plattentellern durch den Abend begleitet.


Der Raum hinter den Instrumenten gehört diesen Samstag ganz unseren Nachbarn aus der Schweiz. Ist ja auch ökologisch, Fahrgemeinschaften schützen die Umwelt und machen Spaß...
Zum einen wären da Delorian Cloud Fire, die sich dem Female-Vocalist Indie Pop verschrieben haben. Zur Zeit touren Sie im Rahmen der Veröffentlichung ihrer EP Tally Ho!, die Anfang Oktober erschienen ist, mit der zweiten Band des Abends durch Deutschland. Das aktuelle Werk von We Invented Paris ist zwar schon im Februar erschienen, aber wir freuen uns trotzdem die Jungs bei uns im Norden begrüßen zu dürfen. Lüneburg wird für sie gleichzeitig das Ende ihrer Tour darstellen, also alle Mühe geben und Songtexte auswendig lernen.

Für alle die eher so die Füße bewegen wollen gibt es im Anschluss eine Erweiterung des Genrespektrums bis hin zu Tech-House. Am drehenenden Vinyl, bzw. an den digitalen Reglern werden La La Lazer und AndIamI für die Beats sorgen.

Zusammengefasst heißt das Freitag mal einen Ruhigen machen, damit ihr alle am Samstag frisch und ausgeschlafen seid und bis zu den DJs durchhaltet. Los geht das Spektakel um 21 Uhr und für 6€ seid ihr dabei.


Montag, 6. Oktober 2014

Es lebe Warschau - Im Interview mit Anthony Chorale

Es ist Donnerstag Mittag und die Temperaturen künden die letzten Ausläufer des Hamburger Spätsommers an. Auf der Bühne spielt Olivier Heim in Begleitung von Małgorzata Penkalla unter dem Künstlernamen Anthony Chorale eines der ersten Konzerte am zweiten Tag des diesjährigen Reeperbahn Festivals. Der von Keyboard und Drum Machine unterstütze Dream-Folk scheint einfach an einem solchen Tag existieren zu müssen und so träumt jeder vor oder auf der Bühne seinen eigenen Reeperbahn-Festival-Traum.

 


Das Konzert ist inzwischen über zwei Wochen her und berichtet wurde darüber an dieser Stelle auch schon. Allerdings soll es hier auch nicht um den Auftritt gehen, sondern um das Gespräch, dass ich im Anschluss mit den beiden geführt habe.

Angefangen hatte alles mit Tres.b. Olivier spielte schon damals Gitarre, doch im Gegensatz zu Anthony Chorale war Tres.b als Bandprojekt ausgelegt. Die in Dänemark gegründete Gruppe konnte in den 2010ern einige Erfolge verbuchen und als sich Olivier dazu entschloss sein Soloprojekt in Angriff zu nehmen geschah dies nicht aus Mangel an Anerkennung. Er musste sich einfach weiter entwickeln. 
Doch nicht nur bei der Wahl der musikalischen Partner ist Heim auf Veränderung bedacht. Auch was den Ort angeht, an dem die Musik entsteht, ist Veränderung und der Drang nach vorne immer eine treibende Kraft. Inzwischen lebt der gebürtige Amerikaner mit Holländischen Wurzeln seit vier Jahren in Warschau. Damit gehört er, wie er selbst sagt, zu einer der ersten Wellen von ausländischen Musikern, die sich in die polnische Musikszene mischen.
Schnell wird klar, dass Warschau für ihn zwar abermals nur ein Wegpunkt auf seiner Reise ist, aber ihn die Stadt begeistert und inspiriert. 

„Die Leute stellen sich Polen und Warschau ganz anders vor und sind überrascht von dem was sie finden“

So ging es auch ihm als er das erste Mal in die Stadt kam. Heim fand eine offene und gastfreundliche Musikszene und den Raum für Idee, der ihm gefehlt hatte.
Im Vergleich zu Berlin oder Amsterdam, so sagt er, wird Warschau noch immer von internationalen Leuten entdeckt und bleibt damit stetig in Bewegung. Ein anderer Aspekt ist, dass die Musikwelt noch nicht komplett überrannt ist uns somit für die einzelnen Bands „mehr Zeit bleibt“. Das bedeutet für Olivier, dass sich auch für Bands, die mit ihrer Musik unkonventionelle Wege gehen, noch Aufmerksamkeit vorhanden ist. Wieder ist für ihn das Vorwärtsstreben von größter Wichtigkeit. Bloß nicht zu lange an einem gedanklichen Ort verweilen und sich stattdessen lieber ständig aufs Neue fordern.  Das merkt man auch ab den Singles aus dem kommenden Album, dass im November in Polen erscheint. Deutlich elektronischer klingt beispielsweise der Song Ocean im Vergleich zu den Liedern auf Ambitions oft he Son.  Nach einem Album und einer EP mit hauptsächlich akustischen Instrumenten wurde es für Heim langweilig und so entschied er sich für den Einsatz von elektrische Instrumenten und bastelt inzwischen für das Minimal-Set Up mit Małgorzata sogar Beats am Drum Computer.
Für ihn sei es wichtig, dass die Alben nie all zu gleich klingen und er Stück für Stück lernt was er von der Musik möchte.

Montag, 29. September 2014

Das war das Reeperbahn Festival DAY 4


Samstag Nacht vor Woche ist das Reeperbahn Festival 2014 zu Ende gegangen. Die anfängliche Skepsis wurde nicht bestätigt und ich muss sagen, dass die Planer des Festivals über die Jahre viel gelernt haben und einen guten Job machen. Bevor ich das Festival jetzt aber bis zum nächsten Jahr abhake, folgt der letzte Teil meines kurzen Festivalberichts.

So richtig viel Programm war für uns tatsächlich am Samstag gar nicht mehr drin. Die letzten drei Tage forderten ihren Tribut und so fiel die Wahl des ersten Acts auf den frühabendlichen Auftritt von Buttering Trio in der Vorhalle des Onyx Hotels. Das Dreiergespann, das sich hinter diesem Namen verbirgt kommt aus Tel Aviv, hat sich aber in Berlin zusammen gefunden. Das hört man ihrer Musik auch an. Elektronische Beats, unterstützt durch Hebräischen Gesang und beinahe schon arabische Instrumentalisierung. Belohnt wird diese Mischung mit, für eine Hotellobby sehr tosenden Applaus. 


Nach einem Gespräch mit dem Buttering Trio und einem Bier auf der Hand geht es weiter in den Kaiserkeller um festzustellen, dass Dark Horses eine Art von Rock machen, die einfach nicht unsers ist. Leider verpassen wir aus eigener Blödheit Kadavar. Als Trostpflaster müssen die schwedischen Truckfighters herhalten. Drang nach vorne hat die Musik auf der Bühne auf jeden Fall, doch was auf Platte noch nach verhältnismäßig differenzierbaren Riffs im Dschungel aus Stoner- und Hardrock klingt, verwäscht Live zu einem Klangteppich. Ist auch ganz cool, aber viele Songs klingen ähnlich und die Details gehen verloren. Auffällig und typisch für die Truckfighters gibt sich auch dieses Mal wieder der Gitarrist mit dem irren Blick.


Ein Abstecher noch zu Kid Simius, wieder gut, aber bei dem gibt es im Vergleich zu Mittwoch recht wenig neues zu erzählen, und dann noch ein letztes Bier im Molotow. Ein würdiges Ende für vier tolle Tage.

Freitag, 26. September 2014

Das war das Reeperbahn Festival DAY 3



Der Freitag steht für uns im Zeichen von Interviews und Isländischen Bands. Mittags stehen noch die langsam zur Gewohnheit werdenden Warm-Up Konzerte in der Spielbude auf dem Programm, doch sowohl Berndsen als auch Samaris zeigen sich später von ihrer noch besseren Seite auf großen Bühnen. 
Richtig los geht es am frühen Abend mit Berndsen, der Isländischen 80er-Synthie Band. Typisch nordisch begrüßt der rothaarig bärtige Sänger, nach dem die Band benannt ist das Publikum und die Zeitreise geht los. Diese Musik klingt nicht wie 80er Dance-Pop, sie ist es. Gespielt wird ausschließlich auf Instrumenten, die damals auf dem Markt waren und das hört man. Der Sänger hat übrigens die Vorliebe in das Publikum zu springen und die Leute mit in die Show einzubeziehen.

Pflichttermin auf dem diesjährigen Reeperbahn Festival war auf jeden Fall die junge Band aus Wien mit dem wunderbaren Namen Bilderbuch. Auf die Tücken des Festivals vorbereitet waren wir deutlich vor Beginn des Konzerts am Grünspan, doch wie sich rausstellte konnten wir unser Bier sogar noch entspannt austrinken bevor es nach vorne ging. Dass man hier dem aktuellen Hype der deutschsprachigen Musikszene gegenüber steht, merkt man schon an der Masse von Fotografen im Bühnengraben. Die Performance und der Sound zeigt allerdings genauso, dass dieser Hype durchaus gerechtfertigt ist. Starker Einstieg mit Feinste Seide und eine Gestik, die nicht wenige an Falco erinnert.

Von den lautstark hervorgebrachten Pop-Hymnen geht es für 5 Minuten weiter ins Moondoo nur um festzustellen, dass die Türsteher keinen guten Job machen und es leider komplett überfüllt ist. The Acid fliegt kurzfristig aus unserem Programm, so ein Gedränge macht keinen Spaß.
Stattdessen geht es in die Prinzenbar zu Samaris. Wer noch nie von diesem Trio gehört hat, dem sei verziehen. Uns ging es bis vor zwei Wochen noch genauso. Samaris tragen isländische Gedichte aus dem 19. Jahrhundert vor. Begleitet wird das von einer Klarinette und Techno-Beats. Und ja, es ist genauso abgefahren wie es sich anhört. Innerhalb kürzester Zeit war das gesamte Publikum in Trance und bewegte sich rhythmisch zu den Beats von Samaris.  Achso, so ganz weit von The Acid sind die drei dann doch nicht entfernt, immerhin traten sie als Vorband auf der England Tour von The Acid auf.

Nach diesen sphärisch verträumten Klängen waren wir für eine kurze Unterbrechung ganz dankbar um wieder in unserer Welt anzukommen. Nach ein paar Bier hatte uns die Prinzenbar dann aber auch schon wieder in Besitz genommen. Das Set-Up hatte gewechselt und verantwortlich für den Ausklang dieses gelungenen dritten Tages waren die Jungs von Roosevelt und Coma, die in Kollaboration ein sehr gelungenes Electronica-Techno Set an die Menge brachten. Das Set erinnerte über Passagen stark an das Boiler Room Set von Roosevelt, aber das kann ja auch ordentlich was. Laune gemacht hat es alle Mal und gegen kurz nach 4 konnte mit gutem Gefühl der Heimweg angetreten werden.

Mittwoch, 24. September 2014

Das war das Reeperbahn Festival DAY 2


Donnerstag startet mit strahlend blauen Himmel, Sonnenschein und einem vollem Line-Up. Halbwegs ausgeschlafen geht es also am frühen Nachmittag wieder Richtung Spielbuden Platz und direkt zum ersten Konzert.

Eine bessere Wahl für den ersten Act des Tages ist angesichts der mir entgegen schallenden, träumerisch mit Echo hinterlegten, Gitarrenklänge wohl kaum vorstellbar. Auf der Bühne steht Olivier Heim mit seinem Soloproject Anthony Chorale. Begleitet wird er auf dem Keyboard und dem Drumcomputer. Die Fläche vor der Bühne ist noch verhältnismäßig  leer,  doch allen, die sich zur frühen Stunde zum Festival gewagt haben, ist die Entspannung angesichts des Sounds von Anthony Chorale anzusehen. Der letzte Song der kurzen Warm-Up Show geht vorbei und noch immer etwas verträumt verlasse ich die Spielbude. 


Nach einem Kaffee, einem ziemlich leckerem Eis und einem Gespräch mit Olivier Heim über sein ständiges Umziehen, sein aktuelles Projekt und Warschau, geht es zum nächsten Konzert. Boreal Sons geben sich im Rahmen des Canadian Blast Showcase im Neidklub die Ehre. Der Sound von Boreal Sons ist zum Glück nicht ganz einfach zu beschreiben. Es ist eine Mischung aus Folk und der Komplexität von modernem Jazz-Pop am Keyboard. Ihre Strukturen wirken häufig chaotisch, doch immer scheint doch ein Plan dahinter zu stecken, der zu einer Auflösung führt. 


Eigentlich wäre im Anschluss an die 4 Jungs aus Canada ein kurzer Auftritt von Die Nerven auf der Astra Bühne geplant gewesen. Später wird klar, auf der Bühne macht die Anlage nur 80dB und das ist natürlich viel zu wenig.  
Trotz dieses Ausfalls bleiben wir bei den hiesigen Bands. Coma spielen in der Prinzenbar. Eine geniale Mischung aus elektronischen Klang- und Tanzwelten und dem noch analog und live eingespieltem Schlagzeug. Technobeats handgemacht, hört man nicht alle Tage, steht den elektronischen Beats in nichts nach und die Präzision des Drummers ist einfach schön mitanzuhören. Doch auch das Gesamtpaket ist stimmig, die Lieder bauen sich stetig auf und verleiten zum frühabendlichen Rave.


Zum Glück war die Astra Bühne nur als Aufwärmübung für Die Nerven gedacht, die eigentliche Show findet erst später im Molotow statt. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken haben wir uns noch Malky beim N-Joy Bus gegeben. Malky kommen aus Deutschland und sind in dem was sie machen auf keinen Fall untalentiert. Den Soul-Pop bringen sie gut rüber und auch die etwas gönnerhafte, Schwiegermutters-Liebling-Attitüde wirkt gekonnt. Für mich aber einfach doch zu glatt und zu viel Micheal Buble. 


Da trifft es sich ganz gut, dass noch ein kurzer Besuch bei Taymir ansteht. Schöner Rock kann einfach immer noch überzeugen. Ein wenig wie eine Schülerband wirken Taymir anfangs schon, doch die Bühnenshow beweist, dass sie diesem Image längst entwachsen sind. Überzeugende Soli werden an der Gitarre mit einer Lässigkeit vorgetragen, dass man sich im Anschluss an das Konzert wünscht, man hätte doch auch ganz gerne eine Band und wäre nur ein bisschen mehr Rockstar. 


Das Warten hat endlich ein Ende und das Molotow einen würdigen Spielpartner gefunden. Schon mit dem ersten Ton aus den Verstärkern von Die Nerven wird klar, warum der frühabendliche Auftritt abgesagt werden musste. Diese Musik gehört laut. Noch viel deutlicher als auf Platte kommt der Hang zum Post-Rock zum Vorschein. Die Stimmen von Bassist und Gitarrist stehen im Hintergrund während die Show eindeutig der Verzerrung und der Lautstärke gehört. Die Botschaft der Songs bleibt auch so verständlich und wirkt insgesamt noch viel gewaltiger, als es mir je vorgekommen ist wenn ich die Lieder zu Hause aufgedreht habe. Die Nerven gehören nicht nur zu dem besten was sich in der Deutschen Musiklandschaft aktuell so tummelt, sondern auch zu einer der besten Live Bands, die ich in den letzten Jahren sehen konnte.
So wird man mit tauben Ohren in die Nacht entlassen und ein fantastischer Donnerstag geht vorbei.



Donnerstag, 18. September 2014

Das war das Reeperbahnfestival DAY 1

Wieviel besser kann das berühmt berüchtigte Clubfestival mitten in Hamburg eigentlich besser beginnen. Super Acts für einen Mittwoch, überall noch so gerade eben rein gerutsch und dann auch noch schönstes Wetter für die Wege zwischen den Clubs. Jetzt also der erste Tagesbericht vom diesjährigen Reeperbahn Festival.

Nach gefühlten zwei Tagen des Line-Up Durchwühlens steht nun endlich der Plan. Natürlich stehen mal wieder viel zu viele Bands gleichzeitig auf dem Timetable, aber das kennt man ja. Nach einem kurzen Spaziergang über die Flatstock (Postermesse), die im übrigen auch sehr empfehlenswert ist, gehts ab zum ersten Act. Die beiden Grundsympathen Florian und Claudia, den meisten besser als Talking to Turtles bekannt, sind schon zum dritten Mal auf dem Festival und strahlen noch immer wie beim ersten Mal. Es ist eine Warm-up Show aus dem N-Joy Bus heraus und leider leidet der Sound auch etwas unter dieser Tatsache. Sobald die beiden aber wieder anfangen zu grinsen, fällt es schwer ihnen überhaupt irgendwas übel zu nehmen.


Weiter gehts nach kurzer Verschnaufpause und einem lauwarmen Bier auf die Hand zu Exclusive. Das letzte Album der Jungs aus München liegt zwei Jahre zurück und live hatte ich sie auch noch nicht gesehen. Ein paar neue Songs gab es dann tatsächlich auf die Ohren, aber das generelle Fazit nach dem Konzert lautet, Musik super, aber die Live Show war nur peinlich. Rockstar Gehabe und leere Posen ohne Ende. Fast schon wie eine Parodie wirkt nicht nur der DJ der Band, der mit Avicii-Like Betonung an den Reglern reißt und den Drop einläutet. Traurig aber wahr, die muss man sich nicht geben.


Glücklicherweise werde ich noch vor dem letzten Lied aus dem Club weiter gezogen. Die Reise führt ins überfüllte Jazz Cafe. Also eigentlich führt sie erstmal noch nicht rein. Einlassstop. Doch zum Glück haben nach wenigen Minuten einige der Besucher keine Lust mehr auf Kuscheln auf engstem Raum und so rücken wir nach. Auf der Bühne steht der französische Producer Guts inklusive Live Band. Man merkt es sofort, das ist authentisch, hier ist nichts gespielt. Die vom Jazz und Soul beeinflussten Beatstrukturen und immer wieder eingespielten Samples ordnen sich vor den Augen und Ohren der Zuhörer zu einem dichten Instrumental Hip-Hop Gewebe, das zum kollektiven Tanzen einlädt. Als die Show nach fast einer Stunde vorbei ist und das Publikum, gerade aus der Ekstase erwacht, nach mehr ruft, entschuldigt sich Guts nur verlegen und sagt das sie nicht mehr spielen dürfen. Es tut ihm sichtlich leid.


Für den letzte Stop an diesem ersten Abend habe ich mich für die Prinzenbar entschieden. Hinter dem Pult steht Kid Simius und davor drängt sich das schwitzende Publikum verbunden durch die wunderbar wummernden Bässe, die Kid Simius seinen Instrumenten entlockt. Progressiv und wunderbar noisy tropft der Sound aus den Boxen und auf allen Etagen wird ausgeflippt. Die Shows von Kid Simius sind schwer zu beschreiben, aber eigentlich ist es eine riesige Party mit einem super Showmaster. Wer es noch nicht gesehen hat, dem fehlt auf jedem Fall noch ein Schlüsselerlebnis im Leben. Zum großen Finale wird dann auch noch die Gitarre ausgepackt und mit den Zähnen gespielt. Das ist Rock'n'Roll und ein perfekter Abschluss für den ersten Tag.