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Montag, 24. November 2014

VIDEO: Ry X - Sweat


Endlich, es gibt ein Video zu Ry X' mitreißenden Track "Sweat". Directed ist es von dem The Acid-Frontmann selbst und Dugan O'Neal, der bereits für die anderen Musikvideos von der Gruppe zuständig war. Die Chemie sollte also stimmen, selbst wenn - so sagt es O'Neal selbst - er seinerseits für Videos eher lineare Schemata bevorzuge, wo hingegen Ry gerne so abstrakte Formen wie möglich benutze.





Es lässt sich auf jeden Fall sagen, dass das Video dem Verlauf des Liedes ähnelt: Zuerst ist es sanft, steigert aber Stück für Stück seine Intensität. Außerdem gibt es zwei parallele Handlungsstränge, an denen man das Wirken der jeweiligen Regisseure absehen kann: Eine thematisiert, wie Ry X a.k.a. Ry Cuming, mit schwer leserlichem Gesichtsausdruck, mit einer Frau durch die nächtlichen Straßen einer uns nicht bekannten Stadt fährt. Dabei sitzt noch eine dritte Person, ebenfalls eine Frau, auf dem Rücksitz.
Die andere Handlung kommt mit dem Steigen jener Intensität zum Tragen und sie beleuchtet die Frau, die auf dem Rücksitz Platz genommen hat. In Cutscenes wird sie dargestellt, auch sieht man Ry X wieder in ihrer Gegenwart, doch bleibt die genaue Beziehung zwischen den beiden bis zum Ende unbekannt, auch wenn man durch die verdrückte Träne des Mannes sagen kann, dass es auf jeden Fall eine emotionale Bindung geben muss.
Auf eine gewisse Weise verbinden sich diese beiden Handlungen dann, je näher wir dem Ende kommen.

Danke, Ry, danke, Dugan!


Freitag, 26. September 2014

Das war das Reeperbahn Festival DAY 3



Der Freitag steht für uns im Zeichen von Interviews und Isländischen Bands. Mittags stehen noch die langsam zur Gewohnheit werdenden Warm-Up Konzerte in der Spielbude auf dem Programm, doch sowohl Berndsen als auch Samaris zeigen sich später von ihrer noch besseren Seite auf großen Bühnen. 
Richtig los geht es am frühen Abend mit Berndsen, der Isländischen 80er-Synthie Band. Typisch nordisch begrüßt der rothaarig bärtige Sänger, nach dem die Band benannt ist das Publikum und die Zeitreise geht los. Diese Musik klingt nicht wie 80er Dance-Pop, sie ist es. Gespielt wird ausschließlich auf Instrumenten, die damals auf dem Markt waren und das hört man. Der Sänger hat übrigens die Vorliebe in das Publikum zu springen und die Leute mit in die Show einzubeziehen.

Pflichttermin auf dem diesjährigen Reeperbahn Festival war auf jeden Fall die junge Band aus Wien mit dem wunderbaren Namen Bilderbuch. Auf die Tücken des Festivals vorbereitet waren wir deutlich vor Beginn des Konzerts am Grünspan, doch wie sich rausstellte konnten wir unser Bier sogar noch entspannt austrinken bevor es nach vorne ging. Dass man hier dem aktuellen Hype der deutschsprachigen Musikszene gegenüber steht, merkt man schon an der Masse von Fotografen im Bühnengraben. Die Performance und der Sound zeigt allerdings genauso, dass dieser Hype durchaus gerechtfertigt ist. Starker Einstieg mit Feinste Seide und eine Gestik, die nicht wenige an Falco erinnert.

Von den lautstark hervorgebrachten Pop-Hymnen geht es für 5 Minuten weiter ins Moondoo nur um festzustellen, dass die Türsteher keinen guten Job machen und es leider komplett überfüllt ist. The Acid fliegt kurzfristig aus unserem Programm, so ein Gedränge macht keinen Spaß.
Stattdessen geht es in die Prinzenbar zu Samaris. Wer noch nie von diesem Trio gehört hat, dem sei verziehen. Uns ging es bis vor zwei Wochen noch genauso. Samaris tragen isländische Gedichte aus dem 19. Jahrhundert vor. Begleitet wird das von einer Klarinette und Techno-Beats. Und ja, es ist genauso abgefahren wie es sich anhört. Innerhalb kürzester Zeit war das gesamte Publikum in Trance und bewegte sich rhythmisch zu den Beats von Samaris.  Achso, so ganz weit von The Acid sind die drei dann doch nicht entfernt, immerhin traten sie als Vorband auf der England Tour von The Acid auf.

Nach diesen sphärisch verträumten Klängen waren wir für eine kurze Unterbrechung ganz dankbar um wieder in unserer Welt anzukommen. Nach ein paar Bier hatte uns die Prinzenbar dann aber auch schon wieder in Besitz genommen. Das Set-Up hatte gewechselt und verantwortlich für den Ausklang dieses gelungenen dritten Tages waren die Jungs von Roosevelt und Coma, die in Kollaboration ein sehr gelungenes Electronica-Techno Set an die Menge brachten. Das Set erinnerte über Passagen stark an das Boiler Room Set von Roosevelt, aber das kann ja auch ordentlich was. Laune gemacht hat es alle Mal und gegen kurz nach 4 konnte mit gutem Gefühl der Heimweg angetreten werden.

Donnerstag, 3. Juli 2014

The Acid Konzert Review

Besser spät als nie und besser The Acid als das meiste andere. Das war ein Konzert der Extraklasse, das man letzten Monat im Übel und Gefährlich erleben konnte. Aber von Anfang an.

Das Turmzimmer im Bunker wirkt dunkel wie eh und je, doch irgendwas ist anders. Auf der Leinwand kann man White Noise in Bildform betrachten unterbrochen von Aufnahmen der Zellteilung die an eine Mischung aus den alten VHS Bändern der Bio-Schulfilme und einer Kunstinstallation wirken. Tatsächlich ist es wohl eher zweiteres. Die ganze Szene ist untermalt von eben so weißen Rauschen in Tonform.
Am Merchstand begrüßt uns ein freundlicher, aber zugleich unglaublich eigener Österreicher, der später von der Band als ihr Künstlerfreund Coco vorgestellt wird. Schon wieder dieses Wort "Kunst". Auch Coco erzählt, in einem Dialekt der sofort an einen Modezar denken lässt, dass hier so ziemlich alles Konzept hat. Von den T-Shirts die es nur in L und XL gibt ("weil es einfach lässig sitzen muss und garantiert euer Favorite Summer Shirt wird") über die Kunstdrucke die anstatt von Postern verkauft werden ("das ist groß, die könnte man auch locker für 100€ das Stück verkaufen") bis zu den Visiual und natürlich der Musik selbst. Anfangs fand ich das alles etwas überheblich, doch nach einem Gespräch mit dem Österreicher geht die Idee langsam auf und ich komme mit dem Konzept immer besser klar.




Das weiße Rauschen wird durch Vogelzwitschern abgelöst, doch es braucht weitere 20 Minuten des gebannten auf die Leinwand Starrens bis die vier Livemitglieder von The Acid die Bühne betreten. Die Musik war wie sich jeder der die Band kennt sicher gut vorstellen kann einfach genial. Mit Timing und Akkuranz in jedem Clap und jedem der mit Schwung und Konzentration in jedem Live vorgetragenem Gitarren Anschlag, dem über die großen Boxen einfach drückend, aber doch klar definierten Bass Sounds. Es hat einfach alles gepasst. Lieder aus der The Acid EP und aus dem morgen erscheinenden Album Liminal, gepaart mit aufwendig gestalteten Visiuals, die auf die Musik abgepasst waren und auf selbige reagierten.

Falls ihr also noch irgendwie die Gelegenheit bekommen solltet The Acid Live zu sehen, geht da hin!!! Wirklich!!!

Achso, das T-Shirt ist jetzt wirklich mein Favorite Summer Shirt und hier sind noch ein paar Bilder


 





Mittwoch, 4. Juni 2014

Hamburger Dienstplan KW24



Nur nicht im Stillstand verharren. Aufmerksamen Lesern wird auffallen, dass sich unser Logo und unsere Website ein wenig geändert haben, doch auch der Wochenendplan blieb nicht unberührt. Nicht nur das Design hat gewechselt, ihr könnt ab jetzt auch durch Klicken auf die Bilder zur Website der jeweiligen Veranstaltung gelangen.

Um das zu Verarbeiten, empfehlen wir am Donnerstag im Pudel bei DJane Marcelle so richtig die Sau raus zu lassen. Die inzwischen auf die Mitte 50 zugehende Holländerin legt Grime, Minimal House, Breakcore von Vinyl. Hauptsache anders und interessant.

Am Freitag und Samstag würden wir euch einen Besuch im Übel und Gefährlich stark ans Herz legen. Am Freitag gibt es Wave à la Editors auf die Ohren. Präsentieren wird euch das die Kanadische Band Trust.
Am Samstag spielt dann endlich nach langem Warten eine unserer aktuellen Lieblingsbands im Turmzimmer. The Acid bringen im Juli ihr Debutalbum auf den Markt und wer schon mal ein paar Tracks vorhören will, sollte sich Samstag auf dem Konzert sehen lassen.


Dienstag, 18. Februar 2014

The Acid - Basic Instict (Video)


Letzte Woche hatten wir eine Mail von PIAS im Postfach die uns sagte, dass The Acid offensichtlich ein neues Video rausgebracht hatten. Noch nie gehört den Bandnamen und gleich erstmal wieder vergessen.
SCHANDE ÜBER MEIN HAUPT!!!
Gestern Abend hab ich den Song dann doch endlich angehört und ärgere mich jetzt über die 5 Tage in denen ich keine Ahnung von dieser Supercombo namens The Acid hatte.
Nun mal kurz die Eckdaten:
The Acid bestehen aus Beat Producer Steve Nalepa, Producer und DJ Adam Freeland und Producer Ry X.
Der Sound erinnert nicht umsonst an Künstler wie Âme, denn Ry X war maßgeblich an dem Projekt beteiligt. Trotzdem klingt das Trio irgendwie ganz anders, verdammt coole, clap-lastige Beats und Noise Passagen mit ordentlich Distortion über die Stimme geklatscht mischen sich perfekt und ergeben ein Klangbild, welches um einiges vielschichtiger ist als das meiste des aktuellen Ambient House Einheitsbrei.

Am 11.4. kommt die Debut EP The Acid auf den Markt. Wer jetzt schon Lust bekommen hat mal reinzuhören kann das auf Soundcloud tun.