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Sonntag, 7. Juni 2015

Sonntagsgruß im Videoformat #4

Wir sind große Fans der Arbeitsteilung, der Eine geht aufs lunatic Festival und der Andere sitzt vor dem Bildschirm und sucht nach schönen neuen Musikvideos für unseren Sonntagsgruß. Heute haben wir die Ehre euch eine wunderbar internationale Auswahl an Videos zu präsentieren. Zwischen deutschen Jugendlichen, die in japanischen Dojos trainieren und Skatern aus Äthieopien ist noch eine ganze Menge Platz für mehr.  

Los geht es mit besagter neuen deutschen Gruppe, die auf Noisey schon als die nächsten Kraftklub gehyped werden. Ob das so stimmt? Mit Vollkontakt bringen die vier Jungs aus Bochum und Umgebung, die sich übrigens I AM JERRY nennen, ihr erstes Musikvideo an das Publikum. Über die Qualität der Musik lässt sich zugegebener Maßen streiten, aber die Tatsache, dass das Video komplett in Eigenregie entstanden ist, rechtfertigt die Aufnahme in unseren Sonntagsgruß. Sogar das Dojo haben I AM JERRY selbst gebastelt...



Von Bochum geht es für einen kurzen Abstecher nach London, in die Heimat von The Voyeurs, ehemals Charlie Boyer and the Voyeurs. The Voyeurs machen Musik, die Anleihen an den Art-Punk der Siebzieger genauso in sich verkörpert, wie LoFi und Indierock Elemente der Neuzeit. Der Song Pete the Pugilist stammt aus dem 2014 erschienenen Album Rhubarb Rhubarb und das dazugehörige präsentiert sich gerade wegen seiner Siplizität als wahres Kunstwerk.



Damit haben wir unser westliches Musikspektrum dann auch schon abgehakt. Weiter geht es mit Omar Souleyman aus Syrien. Der Mann steht für Produktivität. Laut Wikipedia hat der Musiker schon mehr als 500 Alben aufgenommen, die meisten allerdings auf Kassette und als Geschenk für das Hochzeitspaar, der jeweiligen Party, auf der er aufgetreten ist. 2013 kam ein weiters Album zu seiner Diskografie dazu, Wenu Wenu, produziert von Four Tet. Sein neues Album Bahendi Nami wird im Juli bei Monkeytown Records, dem Label von Modeselektor erscheinen. Auch bei dem Titelsong dieses Albums hatte Four Tet seine Finger im Spiel und ja, es klingt tatsächlich nach arabischer Folksmusik auf Speed.



Als letztes folgen die versprochenen äthiopischen Skateboarder, das ganze unterlegt mit dem Titelsong des aktuellen Album Makes a King von The Very Best. The Very Best ist der Name eines Projekts, dass sich aus dem in London lebenden Duo Radioclit und dem Sänger Esau Mwamwaya aus Malawi zusammensetzt. Die Musik der drei verbindet, ähnlich wie die Musik von Souleyman, Elemente von traditioneller Musik des jeweiligen Landes mit Einflüssen aus Techno, Hip-Hop und Dance. Für das Video hat das Trio mit der Organisation Ethiopia Skate, die sich für die Förderung von jungen Skatern in Äthiopien stark macht, kollaboriert.

Sonntag, 31. Mai 2015

Sonntagsgruß im Videoformat #3

Und schon wieder ist eine Woche voll mit guter Musik verstrichen. Da wir ja eigentlich alle das Bier in unserer Stammkneipe am liebsten trinken, haben auch wir uns überlegt, wieder mit Traditionen zu beginnen. Deshalb gibt es auch heute wieder ein Tribut an die Kunst der Musikvideos. Im Gepäck haben wir heute Damaged Bug, Tame Impala, We are the City und The New Pornographers.

Thee Oh Sees bewegen sich mit ihrer Musik in so ziemlich jeder Rocksparte, ob es Post-, Psychodelic oder Garage-Rock ist. Eine Band scheint Sänger John Dwyer, wie so vielen Musikern, zu wenig zu sein, um sich künsterisch vollkommen zu verwirklichen. Mit seinem Projekt Damaged Bug brachte er daher 2014 das Album Damaged Bug - Hubba Bubba raus, in dem die erste Geige eindeutig den Synthesizern gehört. Morgen kommt das neue Album Cold Hot Plumbs (kann hier schon mal vorgehört werden) und heute kriegt ihr dann schon mal das Video zu Jet in Jungle zu sehen. Via Pitchfork.tv



Tame Impala haben sich letzte Woche ja schon im Internet mit ihrem großartig futuristischen 3D Video zu 'Cause I'm a Man bemerkbar gemacht. Der Song ist Teil des am 17.07. erscheinenden Albums Currents und ist durchzogen von verträumten Sythesizerläufen. Insgesamt klingt 'Cause I'm a Man, als ob man ihn zusammen mit Rhyes Open auf dem Kuschelrock for Hipsters Songkompendium finden könnte. Trotzdem oder gerade deshalb richtig gut.
Das neue Video geht übrigens wieder ein paar Dekaden zurück und präsentiert sich mit einer Liveperfomance einer Puppenband.



We are the City haben im Februar eine intensive Europatour gespielt um das Re-release ihres Album Violent bei Sinnbus zu feiern. Ab Juni sind die drei sehr sympathischen Kanadier schon wieder on the Road und statten den Orten Besuche ab, die Anfang des Jahres noch nicht in den Genuss einer Liveperformance gekommen sind. Wer es wieder nicht schafft oder noch am zweifeln ist, kann hier noch einmal nachlesen, warum sich ein Konzert von We are the City lohnt.
Zugegebenermaßen ist das Video zu I Am, Are You? nicht mehr ganz neu, aber aus gegebenen Anlass haben wir es noch einmal in die Liste aufgenommen.



Wir schließen unsere heutige Assoziationskette mit einem Rotwein, wo wir mit einem Bier angefangen haben. The New Pornographers präsentieren mit dem Video einen eher späten Ausläufer aus ihrem im letzten Jahr erschienenen Album Brill Bruisers. Regie haben, wie schon beim Musikvideo zu Dancehall Domine, Leblanc + Cudmore geführt. Diesmal ist das Ergebnis allerdings weniger surreal und erinnert dafür mehr an einen Kurzfilm. Erdrückend wirkt die Darstellung eines Mannes in seinen vielleicht schlechtesten Jahren, der hinter zu jungen Frauen her rennt und zu viel trinkt. Prost darauf.

Montag, 25. Mai 2015

Sonntagsgruß im Videoformat #2

Den Sonntagsgruß gibt es heute mit einem Tag Verspätung, aber dank Pfingsmontag fällt das auch nicht so stark ins Gewicht. Wir haben mal wieder die Augen aufgehalten nach neuen, überzeugenden oder einfach besonderen Musikvideos. Im Gepäck haben wir dieses mal audiovisuelles Gold von Vierkanttretlager, Gwilym Gold, The Mountain Goats und FFS.

Los geht es mit der Band aus der grauen Stadt am Meer. Vierkanttretlager befinden sich zur Zeit in einem wahren Videowahn. Das Video zu 34 Narben ist bereits das vierte Musikvideo zu einem Song aus ihrem neuen Album Krieg & Krieg, das am 17.04. erschienen ist. Wieder einmal ist auch Jonas Vahl, der an allen Videos der Krieg & Krieg Reihe mitwirkte, an der Videoentstehung beteiligt.



Gwilym Gold, der Frontman der Indie-Dance Formantion Golden Silvers, die sich 2010, nur ein Jahr nach Erscheinen ihres Debütalbums wieder auflösten, ist zurück. Am 22.06. wird seine neue Soloplatte A Paradise bei Brille Records erscheinen. Seine aktuelle Musik klingt weniger nach Indie oder Pop sonder bewegt sich mit seinen elektronischen Beats eher in der Randgebieten des Techno, greift aber auch auf klassische Streicher Arrangement und Trip-Hop Rythmen zurück. Gwilym Gold machte durch die Art des Release seines ersten Solo-Albums auf sich aufmerksam. Das Album konnte nur über die App Bronze angehört werden, die die Songs bei jedem Hören ein klein wenig veränderte und es so unmöglich machte, dass ein Song bei mehrmaligen Anhören gleich klang.



The Mountain Goats sind schon ewig in Musikgeschäft. Seit ihrer Gründung 1991 hat das Lo-Fi und Amerikana-Folk Projekt von John Darnielle bereits 20 Alben veröffentlicht. Auf dem neuesten Album Beat the Champ befindet sich unter Anderem auch der Song The Legend of Chavo Guerrero, ein Tribut an den Wrestler Chavo Guerrero Sr.. Im Video wird Darnielle von seinem, inzwischen 66 jährigen Helden Chavo aus dem Ring und vor einer sicheren Niederlage gerettet. Viel Lipsync und der Charme von alten VHS Kassetten.


The Mountain Goats "The Legend of Chavo Guerrero" from Merge Records on Vimeo.

Eine Supergroup, eine Supergroup. Franz Ferdinand hat sich zusammengetan mit Sparks. Die Geschichte von Sparks beginnt in den 60er Jahren als Rockband aus Los Angeles, doch wandelte sich der Stil der Band immer mehr in Richtung Elektro Pop. Anfang des Jahres gaben Franz Ferdinand Sparks (FFS) einige Live Termine bekannt. Am 08.06. wird das selbstbetitelte Debüt Album bei Domino Records erscheinen, produziert wurde das ganze von John Congleton (Cloud Nothings, The Districts).
Mit Johnny Delusional präsentieren FFS ihr erstes Musikvideo.

FFS - Johnny Delusional from AB/CD/CD on Vimeo.

Sonntag, 17. Mai 2015

Sonntagsgruß im Videoformat

Man sollte meinen, dass mit dem Untergang von MTV auch Musikvideos der Vergangenheit angehören sollten. Doch noch immer verbreiten sich diese schlagkräftig im Netz und erfreuen uns mal mehr mal weniger. Diese Woche sind ein paar  ganz besonders gute Videos erschienen. Da ich mich nicht entscheiden konnte, welches ich euch nun davon präsentieren soll, habe ich euch ein kleines Kompendium an neuen Musikvideos zusammengestellt. Von K.Flay über Run the Jewels, Hudson Mohawke und Everything Everything sollte wirklich für jeden was dabei sein. Da die Gema K.Flay wohl nicht so cool findet wie wir, solltet ihr eure Proxy-Server anschmeißen, damit ihr auch in den Genuss dieses Video kommen könnt. Viel Spaß bei den folgenden Musikstücken!

Starten wir die Reihe mit alten Bekannten. Am Freitag haben Run The Jewels ihr neues Video zu ihrem Song Early veröffentlicht. Obwohl das Album nun schon ein halbes Jahr alt ist, ist der Song Early aktueller denn je. Der dunkle und minimalistische Comicstil des Videos unterstützt die Bedrückung, welche die beiden Rapper durch die derzeit vorherrschende Stimmung in den USA empfinden. Ein Meisterwerk in vielerlei Hinsicht!
Es gibt allerdings auch ein paar schlechte Nachrichten für alle Run The Jewels Fans. El-P hat via Twitter bestätigt, dass das dritte Album definitiv nicht mehr 2015 erscheinen wird.



Die zweite Musikerin in unserem Bunde ist die Genreüberschreitende K.Flay. Ihr Mix aus Hip Hop, Electro und Pop begeistert schon seit einiger Zeit die Herzen der Kritiker. Nun ist sie zurück mit einem Video zu ihrem Song Can’t Sleep. Das erzählt zwar keine wirkliche Geschichte, hat aber ein paar coole Szenen von Freerunner Jason Paul, der sich auf akrobatische Weise durch Bangkok schwingt.


Wir bleiben in den elektronischen Gefilden und präsentieren euch das nächste Video. Dieses Mal unterlegt mit Musik von Hudson Mohawke. Sein nächstes Album Lantern erscheint bereits am 16. Juni. Hier hört ihr den Song Very first Breath.


Das letzte Video für heute ist von den englischen Indierockern Everything Everything. Ihr neues Album Get to Heaven steht schon in den Startlöchern und erscheint am 15. Juni. Regret ist nach Distant Past die zweite Singleauskopplung. Das Lied und auch das Video sind meine absoluten Highlights diese Woche! 


Regret von Everything Everything auf tape.tv.

Das war der heutige Sonntagsgruß!