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Sonntag, 31. Mai 2015

Sonntagsgruß im Videoformat #3

Und schon wieder ist eine Woche voll mit guter Musik verstrichen. Da wir ja eigentlich alle das Bier in unserer Stammkneipe am liebsten trinken, haben auch wir uns überlegt, wieder mit Traditionen zu beginnen. Deshalb gibt es auch heute wieder ein Tribut an die Kunst der Musikvideos. Im Gepäck haben wir heute Damaged Bug, Tame Impala, We are the City und The New Pornographers.

Thee Oh Sees bewegen sich mit ihrer Musik in so ziemlich jeder Rocksparte, ob es Post-, Psychodelic oder Garage-Rock ist. Eine Band scheint Sänger John Dwyer, wie so vielen Musikern, zu wenig zu sein, um sich künsterisch vollkommen zu verwirklichen. Mit seinem Projekt Damaged Bug brachte er daher 2014 das Album Damaged Bug - Hubba Bubba raus, in dem die erste Geige eindeutig den Synthesizern gehört. Morgen kommt das neue Album Cold Hot Plumbs (kann hier schon mal vorgehört werden) und heute kriegt ihr dann schon mal das Video zu Jet in Jungle zu sehen. Via Pitchfork.tv



Tame Impala haben sich letzte Woche ja schon im Internet mit ihrem großartig futuristischen 3D Video zu 'Cause I'm a Man bemerkbar gemacht. Der Song ist Teil des am 17.07. erscheinenden Albums Currents und ist durchzogen von verträumten Sythesizerläufen. Insgesamt klingt 'Cause I'm a Man, als ob man ihn zusammen mit Rhyes Open auf dem Kuschelrock for Hipsters Songkompendium finden könnte. Trotzdem oder gerade deshalb richtig gut.
Das neue Video geht übrigens wieder ein paar Dekaden zurück und präsentiert sich mit einer Liveperfomance einer Puppenband.



We are the City haben im Februar eine intensive Europatour gespielt um das Re-release ihres Album Violent bei Sinnbus zu feiern. Ab Juni sind die drei sehr sympathischen Kanadier schon wieder on the Road und statten den Orten Besuche ab, die Anfang des Jahres noch nicht in den Genuss einer Liveperformance gekommen sind. Wer es wieder nicht schafft oder noch am zweifeln ist, kann hier noch einmal nachlesen, warum sich ein Konzert von We are the City lohnt.
Zugegebenermaßen ist das Video zu I Am, Are You? nicht mehr ganz neu, aber aus gegebenen Anlass haben wir es noch einmal in die Liste aufgenommen.



Wir schließen unsere heutige Assoziationskette mit einem Rotwein, wo wir mit einem Bier angefangen haben. The New Pornographers präsentieren mit dem Video einen eher späten Ausläufer aus ihrem im letzten Jahr erschienenen Album Brill Bruisers. Regie haben, wie schon beim Musikvideo zu Dancehall Domine, Leblanc + Cudmore geführt. Diesmal ist das Ergebnis allerdings weniger surreal und erinnert dafür mehr an einen Kurzfilm. Erdrückend wirkt die Darstellung eines Mannes in seinen vielleicht schlechtesten Jahren, der hinter zu jungen Frauen her rennt und zu viel trinkt. Prost darauf.

Mittwoch, 11. März 2015

We are the City - Violent (Album Review)


We are the city sind keineswegs Newcomer in ihrem Geschäft. Die Kanadier haben nicht nur schon zwei Alben auf dem Buckel, sondern sind auch schon filmerfahren. Die dreiköpfige Band hat nämlich den Soundtrack zu dem kanadischen Film „Violent“ geschrieben, welcher 2014 sogar in Cannes aufgeführt wurde. Und nachdem der Film schon sein Weg nach Europa gefunden hat, können wir jetzt endlich auch in den Genuss ihrer Musik kommen. Niemand geringeres als die Berliner Plattenfirma Sinnbus hat auf dem letzten Reeperbahnfestival das Talent der jungen Männer erkannt und sie zu sich ins Boot geholt. Ihr letztes Album „Violent“ welches in den USA und Kanada schon 2013 erschienen ist, erhält mit dem 20. März nun endlich auch einen deutschen Releasetermin. Schon jetzt können wir allerdings sagen, dass den Jungs in Europa eine rosige Zukunft bevorsteht.
Wir hatten das Glück die Jungs vor einigen Tagen live im Molotow zu erleben und uns von ihrem Talent überzeugen zu lassen. Unsere Eindrücke vom Konzert und zum deutschen Re-Release von Violent folgen auf dem Fuß.

Bei Violent war es keineswegs Liebe auf den ersten Blick. Zunächst empfand ich die zehn Songs zwar als gut, allerdings war ich noch nicht vollends überzeugt. Erst nachdem ich das Album zwei-, dreimal gehört habe, war ich wirklich gefangen. Vor allem ihr Album-Opener „Bottom of the Lake“ und ihr vorletzter Song „Baptism“ liefen bei mir nach einiger Zeit  rauf und runter.



Im Grunde genommen machen We are the City nichts weiter als Indie-Pop. Doch dadurch, dass Gitarre, Schlagzeug und auch Cayne McKenzies Stimme nur sehr wenig nachbearbeitet werden, erhalten ihre Songs einen sehr schönen, rauen Charakter. Besonders die Spannung, welche zwischen Cayne McKenzies hoher und weicher Stimme und den live eingespielten Instrumenten entsteht, macht ihren Sound so unverkennbar. Somit wird dieser Stil, welcher vielleicht mit aus der Not entstanden ist, dass die Jungs nicht genügend Mittel zu Verfügung hatten um jeden Song akribisch nachzubearbeiten, zu ihrem Markenzeichen. Dass die Jungs auch live zu überzeugen wissen, konnten wir am eigenen Leib erfahren. Mit vollem Körpereinsatz haben die drei Kanadier ihr Konzert im Keller des Molotows eröffnet. Besonders Schlagzeuger Andy Huculiak hat sich von den Zuschauern nicht beirren lassen und sein Ding durchgezogen. Dass man auch aus kleinen Venues das Beste herausholen kann, zeigten die We are The City mit Bravur. Schon nach kurzer Zeit waren alle Zuschauer von Konzert gefesselt. Die Kraft der Songs wurde einfach perfekt herübergebracht. Das Highlight war auf jeden Fall der Vortrag ihres Songs „Friends Hurt“ bei dem Schlagzeuger Andy Huculiak eine sehr minimalistische Drum Machine betätigte welche an einen analogen!!! Synthesizer angeschlossen war. Vollends verliebt in die Jungs haben wir uns spätestens, als wir ihre LP in den Händen hielten. Diese ist nämlich auf durchsichtigem Vinyl gepresst. Einfach herllich!


Mittwoch, 18. Februar 2015

We Are The City Tourstart

by Kirsten Berlie


Am 20. März erscheint nach langem Warten endlich das, den gleichnamigen Film ergänzende Album, Violent der Vancouver Schulfreunde-Band We Are The City. Hört man sich die ersten Titel dieses wirklich großartigen Soundwerks an, fühlt man sich konfrontiert mit einer sich dicht auftürmenden Bass- und Synthiewand, die sich dem melancholischen und doch treibenen Indie-Rock verschrieben hat. Gesprengt wird diese Instanz immer wieder von Gitarrenzügen und Hi-Hat-Schlägen, die allerdings die entstehenden Lücken sofort mit einer sehr angenehmen Omnipräsenz ihres energiegeladenen Klangs füllen.
Die neue Single King David, zu der heute das passende Video online gegangen ist, eröffnet mit gerade diesen Gitarrenriffs und Schlagzeugeinlagen und wirkt damit deutlich kraftvoller als der vorhergegangene Song Friends Hurt. Sie wartet aber, gerade auch wegen der Lo-Fi Klänge, die Sänger Kayne McKenzie seinem Keyboard entlockt, mit einer ebenso großen Soundscape auf.


Wer jetzt schon Lust bekommen hat, sich das Album zu Gemüte zu führen, sollte sich am besten schnellstmöglich noch Tickets für die morgen beginnende Europa-Tour besorgen. Das Auftaktkonzert findet im hamburger Molotow statt.



19.02.2015 - DE - Hamburg, Molotow
20.02.2015 - DE - Berlin, Antje Øklesund
21.02.2015 - DE - Dresden, Beatpol
23.02.2015 - AT - Wien, Rhiz
24.02.2015 - CH - Düdingen, Bad Bonn
25.02.2015 - LU - Luxemburg, De Gudde Wellen
26.02.2015 - DE - Hannover, Feinkostlampe
27.02.2015 - DE - Dortmund, Sissikingkong
28.02.2015 - DE - Offenbach, Hafen 2
02.03.2015 - BE - Gent, Café Video
03.03.2015 - DE - Köln, Blue Shell
04.03.2015 - UK - London, Sebright Arms
06.03.2015 - DE - Bonn, Township Weekender
07.03.2015 - DE - Reutlingen, franz.K