Und schon wieder ist eine Woche voll mit guter Musik verstrichen. Da wir ja eigentlich alle das Bier in unserer Stammkneipe am liebsten trinken, haben auch wir uns überlegt, wieder mit Traditionen zu beginnen. Deshalb gibt es auch heute wieder ein Tribut an die Kunst der Musikvideos. Im Gepäck haben wir heute Damaged Bug, Tame Impala, We are the City und The New Pornographers.
Thee Oh Sees bewegen sich mit ihrer Musik in so ziemlich jeder Rocksparte, ob es Post-, Psychodelic oder Garage-Rock ist. Eine Band scheint Sänger John Dwyer, wie so vielen Musikern, zu wenig zu sein, um sich künsterisch vollkommen zu verwirklichen. Mit seinem Projekt Damaged Bug brachte er daher 2014 das Album Damaged Bug - Hubba Bubba raus, in dem die erste Geige eindeutig den Synthesizern gehört. Morgen kommt das neue Album Cold Hot Plumbs (kann hier schon mal vorgehört werden) und heute kriegt ihr dann schon mal das Video zu Jet in Jungle zu sehen. Via Pitchfork.tv
Tame Impala haben sich letzte Woche ja schon im Internet mit ihrem großartig futuristischen 3D Video zu 'Cause I'm a Man bemerkbar gemacht. Der Song ist Teil des am 17.07. erscheinenden Albums Currents und ist durchzogen von verträumten Sythesizerläufen. Insgesamt klingt 'Cause I'm a Man, als ob man ihn zusammen mit Rhyes Open auf dem Kuschelrock for Hipsters Songkompendium finden könnte. Trotzdem oder gerade deshalb richtig gut.
Das neue Video geht übrigens wieder ein paar Dekaden zurück und präsentiert sich mit einer Liveperfomance einer Puppenband.
We are the City haben im Februar eine intensive Europatour gespielt um das Re-release ihres Album Violent bei Sinnbus zu feiern. Ab Juni sind die drei sehr sympathischen Kanadier schon wieder on the Road und statten den Orten Besuche ab, die Anfang des Jahres noch nicht in den Genuss einer Liveperformance gekommen sind. Wer es wieder nicht schafft oder noch am zweifeln ist, kann hier noch einmal nachlesen, warum sich ein Konzert von We are the City lohnt.
Zugegebenermaßen ist das Video zu I Am, Are You? nicht mehr ganz neu, aber aus gegebenen Anlass haben wir es noch einmal in die Liste aufgenommen.
Wir schließen unsere heutige Assoziationskette mit einem Rotwein, wo wir mit einem Bier angefangen haben. The New Pornographers präsentieren mit dem Video einen eher späten Ausläufer aus ihrem im letzten Jahr erschienenen Album Brill Bruisers. Regie haben, wie schon beim Musikvideo zu Dancehall Domine, Leblanc + Cudmore geführt. Diesmal ist das Ergebnis allerdings weniger surreal und erinnert dafür mehr an einen Kurzfilm. Erdrückend wirkt die Darstellung eines Mannes in seinen vielleicht schlechtesten Jahren, der hinter zu jungen Frauen her rennt und zu viel trinkt. Prost darauf.
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Sonntag, 31. Mai 2015
Mittwoch, 11. März 2015
We are the City - Violent (Album Review)
Wir hatten das Glück die Jungs vor einigen Tagen live im
Molotow zu erleben und uns von ihrem Talent überzeugen zu lassen. Unsere
Eindrücke vom Konzert und zum deutschen Re-Release von Violent folgen auf dem
Fuß.
Bei Violent war es keineswegs Liebe auf den ersten Blick.
Zunächst empfand ich die zehn Songs zwar als gut, allerdings war ich noch nicht
vollends überzeugt. Erst nachdem
ich das Album zwei-, dreimal gehört habe, war ich wirklich gefangen. Vor allem
ihr Album-Opener „Bottom of the Lake“ und ihr vorletzter Song „Baptism“ liefen bei mir nach einiger
Zeit rauf und runter.
Im Grunde genommen
machen We are the City nichts weiter als Indie-Pop. Doch dadurch, dass Gitarre,
Schlagzeug und auch Cayne McKenzies Stimme nur sehr wenig nachbearbeitet
werden, erhalten ihre Songs einen sehr schönen, rauen Charakter. Besonders die
Spannung, welche zwischen Cayne McKenzies hoher und weicher Stimme und den live
eingespielten Instrumenten entsteht, macht ihren Sound so unverkennbar. Somit wird
dieser Stil, welcher vielleicht mit aus der Not entstanden ist, dass die Jungs
nicht genügend Mittel zu Verfügung hatten um jeden Song akribisch
nachzubearbeiten, zu ihrem Markenzeichen. Dass die Jungs auch live zu
überzeugen wissen, konnten wir am eigenen Leib erfahren. Mit vollem
Körpereinsatz haben die drei Kanadier ihr Konzert im Keller des Molotows
eröffnet. Besonders Schlagzeuger Andy Huculiak hat sich von den Zuschauern
nicht beirren lassen und sein Ding durchgezogen. Dass man auch aus kleinen
Venues das Beste herausholen kann, zeigten die We are The City mit Bravur. Schon nach
kurzer Zeit waren alle Zuschauer von Konzert gefesselt. Die Kraft der Songs
wurde einfach perfekt herübergebracht. Das Highlight war auf jeden Fall der
Vortrag ihres Songs „Friends Hurt“ bei dem Schlagzeuger Andy Huculiak eine sehr minimalistische Drum Machine betätigte
welche an einen analogen!!! Synthesizer angeschlossen war. Vollends verliebt in
die Jungs haben wir uns spätestens, als wir ihre LP in den Händen hielten.
Diese ist nämlich auf durchsichtigem Vinyl gepresst. Einfach herllich!
Mittwoch, 18. Februar 2015
We Are The City Tourstart
Am 20. März erscheint nach langem Warten endlich das, den gleichnamigen Film ergänzende Album, Violent der Vancouver Schulfreunde-Band We Are The City. Hört man sich die ersten Titel dieses wirklich großartigen Soundwerks an, fühlt man sich konfrontiert mit einer sich dicht auftürmenden Bass- und Synthiewand, die sich dem melancholischen und doch treibenen Indie-Rock verschrieben hat. Gesprengt wird diese Instanz immer wieder von Gitarrenzügen und Hi-Hat-Schlägen, die allerdings die entstehenden Lücken sofort mit einer sehr angenehmen Omnipräsenz ihres energiegeladenen Klangs füllen.
Die neue Single King David, zu der heute das passende Video online gegangen ist, eröffnet mit gerade diesen Gitarrenriffs und Schlagzeugeinlagen und wirkt damit deutlich kraftvoller als der vorhergegangene Song Friends Hurt. Sie wartet aber, gerade auch wegen der Lo-Fi Klänge, die Sänger Kayne McKenzie seinem Keyboard entlockt, mit einer ebenso großen Soundscape auf.
Wer jetzt schon Lust bekommen hat, sich das Album zu Gemüte zu führen, sollte sich am besten schnellstmöglich noch Tickets für die morgen beginnende Europa-Tour besorgen. Das Auftaktkonzert findet im hamburger Molotow statt.
19.02.2015 - DE - Hamburg, Molotow
20.02.2015 - DE - Berlin, Antje Øklesund
21.02.2015 - DE - Dresden, Beatpol
23.02.2015 - AT - Wien, Rhiz
24.02.2015 - CH - Düdingen, Bad Bonn
25.02.2015 - LU - Luxemburg, De Gudde Wellen
26.02.2015 - DE - Hannover, Feinkostlampe
27.02.2015 - DE - Dortmund, Sissikingkong
28.02.2015 - DE - Offenbach, Hafen 2
02.03.2015 - BE - Gent, Café Video
03.03.2015 - DE - Köln, Blue Shell
04.03.2015 - UK - London, Sebright Arms
06.03.2015 - DE - Bonn, Township Weekender
20.02.2015 - DE - Berlin, Antje Øklesund
21.02.2015 - DE - Dresden, Beatpol
23.02.2015 - AT - Wien, Rhiz
24.02.2015 - CH - Düdingen, Bad Bonn
25.02.2015 - LU - Luxemburg, De Gudde Wellen
26.02.2015 - DE - Hannover, Feinkostlampe
27.02.2015 - DE - Dortmund, Sissikingkong
28.02.2015 - DE - Offenbach, Hafen 2
02.03.2015 - BE - Gent, Café Video
03.03.2015 - DE - Köln, Blue Shell
04.03.2015 - UK - London, Sebright Arms
06.03.2015 - DE - Bonn, Township Weekender
07.03.2015 - DE - Reutlingen, franz.K
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