Nur noch ein Mal duschen, dann ist Glitzer und Musik und MS Dockville. Wir machen die Vorstellrunde komplett und bleiben in Nordeuropa, sogar in Deutschland. Für das, was Duo Nod One's Head musikalisch veranstalten, wirkt allerdings selbst ihre aktuelle Heimat Berlin zu deutsch. Ihr Sound ist eine Mischung aus Grime, R&B und House Elementen und lässt sich ganz klar in Richtung UK verorten.
Nachdem 2012 ihre Single Up ordentlich für Aufsehen sorgte, mussten sich Fans lange mit EPs, Remixen und weiteren Singles begnügen. Das Album Release wurde nach hinten verschoben, doch vor zwei Wochen hatte das Warten endlich ein Ende und es hat sich gelohnt. Auf Lava zeigen Nod One's Head ihr ganzes Können und haben so einige Perlen mit dabei. Immer wieder lassen sich nicht nur in den sehr britischen Beats Bezüge zum Grime erkennen. Gastrapper wie Ironik und Scorcher unterstützen Sängerin Lotte stimmgewaltig und wortgewandt. Es bleibt nicht bei einer Anspielung auf die Insel, auch die Einflüsse eines innovativen, neuen R&Bs, der von England ausgeht und von Musikern wie FKA twigs getragen international großen Anklang findet, sind in den Songs von Nod One's Head zu erkennen.
Tiefe, wabernde Basslines, flächige Synthieinsätze und die mal rauchige, mal klare Stimme von Lotte sorgen in Verbindung mit den taktgebenden Mitten der Beats für ein unfassbar voll klingendes Soundscape. Nod One's Head spielen ebenfalls am Sonntag um 16.20 im Maschinenraum.
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Donnerstag, 20. August 2015
Freitag, 22. Mai 2015
Becoming Real - Pure Apparition
Der Sound von Pure Apparition ist schwierig zu beschreiben, ohne dass man dabei bei Floskeln wie träumerisch, melancholisch oder wirklichkeitsfern landet, denn wirklich greifen lassen sich die Songs von Becoming Real nicht. Zwar ist der Künstler im Techno verankert und das hört man seinen Songs auch an, doch das einzigartige Zusammenspiel von Grime, Techno, Minimal und ein bisschen Distortion verschlägt die Songs auf eine weitaus höhere Ebene. Jeder Song steht dabei für sich allein und zeigt neue Facetten. Da gibt es Songs wie Bleach, The Deal Set Adrift und D.A.R.E, die einen mental in einen geheimen Londoner-Underground-Club befördern, aber auch Tracks wie Tokyo, die so gar nicht zum Tanzen, sondern eher zum Träumen im Park einladen. Und schlussendlich sind da noch Lieder wie Comets Pull, die einen nur mit Fragen zurücklassen.
Becoming Real möchte sich in keine Schubladen stecken lassen
und das merkt man seinem Album auch an. Pure Apparition bedient die volle
Bandbreite zwischen Dancetracks und
Kunstinstallationen und ist somit jetzt schon eines der einzigartigsten Alben
des Jahres. Jeder, der sich nicht so schnell abschrecken lässt und gerne Mal
über den Tellerrand schaut, sollte dieses Album unbedingt einmal gehört haben.
Jeder andere sollte das Album wegen seiner unfassbar guten Technotracks hören!
Pure Apparition ist heute dem 22.05.2015 bei Transgressive Records erschienen
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